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Mit dem Kasten in die Kiste: Elektronische Geräte im Bett

Die Welt ist groß und das Smartphone ist an 

Hand aufs Herz - was ist Ihre erste Handlung am Morgen? Küssen Sie Ihren Partner und sehen Sie aus dem Fenster, ob die Sonne scheint? Oder nehmen Sie zuerst einmal Ihr Smartphone zur Hand?

Schon am Morgen, wenn Sonne und Augen erst langsam aufgehen und wir das Bett noch nicht verlassen haben, ist bei vielen Menschen bereits das Smartphone zur Hand. Wir wollen über den Tag Bescheid wissen, bevor dieser richtig begonnen hat: Wichtige Tagesnachrichten, der facebook-Status von Freunden oder der Wetterbericht. Und am Abend liegen wir nach einem anstrengenden oder erlebnisreichen Tag wieder im Bett und sind doch noch im Netz unterwegs.

Das Handy als Schlafgefährte

Wer sein Handy auch als Wecker benutzt, wird das Schlafzimmer nicht zur handyfreien Zone erklären wollen. Aber was, wenn wir ohne das Handy am Abend gar keinen Wecker am Morgen bräuchten? Wer vor dem Schlafengehen elektronische Geräte benutzt, erfährt durch die blaue Wellenlänge des Bildschirmlichts eine ähnliche Wirkung wie durch Koffein. Am nächsten Morgen fühlen wir uns müde und unkonzentriert.

Smartphone im Bett

Der Streitpunkt von Smartphones im Schlafzimmer liegt also nicht darin, dass ein Handy die ganze Nacht über ausgeschaltet sein muss. Schließlich kann es im Notfall gut sein, für Familienmitglieder oder gute Freunde erreichbar zu sein. Und auch der Einfluss von Handystrahlung auf Schlaf und Gesundheit ist bislang nicht eindeutig geklärt. Das Ausschalten der Geräte sowie das Umschalten in den Flugmodus ist daher eine persönliche Frage

Fantasie gegen Smartphone

Das Smartphone als allwissender Dauerbegleiter verhindert einen hochproduktiven Geisteszustand: Die Langeweile. Während der Arbeit am Tag ist oftmals keine Zeit, um Gedanken schweifen zu lassen. Wartezeiten im Bus, an der Supermarktkasse oder auf das Essen hat unser cleverer, unterhaltsamer Begleiter längstens eliminiert. Füllen wir auch das abendliche Entspannen auf dem Sofa mit dem scheinbar guten Gefühl, gerade soziale Kontakte zu pflegen oder wichtige Artikel zu lesen, so lassen wir uns freiwillig jenen wichtigen Zustand nehmen, in dem Langeweile zu fantasievollen Ideen führt.

Smartphones fordern unsere gesamte Aufmerksamkeit

Wer das Smartphone zückt richtet die Aufmerksamkeit nach außen. Wann sind die Momente, in denen wir unsere Aufmerksamkeit nach innen richten?

Schönheitsschlaf statt Surfen vor dem Schlaf

In den 60er-Jahren haben die Deutschen noch eine Stunde mehr geschlafen. Wer jedoch konstant zu wenig schläft hat ein höheres Risiko für Unfälle. Auch für die eigene Gesundheit ist Schlaf essentiell: Während des Schlafes wird das Wachstumshormon produziert, das zur Regenerierung von Haut und Haaren sowie für das Knochenwachstum benötigt wird. Im Tiefschlaf werden zudem Informationen vom Hippocampus in die Großhirnrinde übertragen. Wir können unser gesamtes Leben lang lernen - effektiv geht das jedoch nur mit ausreichend Schlaf.

Zu dritt im Bett? 

Wer sein Bett neben dem Partner zu großen Teilen mit dem Handy teilt, riskiert Stress in der Beziehung: Umfragen zufolge fühlt sich jeder vierte Deutsche vom Handy des Partners bedroht. Rund 40% der jungen Menschen verspüren sogar Eifersucht auf das Handy des anderen. Das ist sicher nicht die beste Basis für erholsamen Schlaf und guten Sex! Wie wäre es also stattdessen öfter mal mit einer ausgedehnten Massage vor dem Schlafengehen? Oder einem Kapitel aus dem Lieblingsbuch, das man dem anderen schon seit langem vorlesen wollte? Wann haben Sie Ihrem oder Ihrer Liebsten zuletzt so konzentriert in die Augen gesehen, wie Sie sonst ins Smartphone starren?

Wer am Abend nicht darum herumkommt, nochmals Mails beantworten zu müssen oder wer gerne noch Filme schaut, kann spezielle Apps verwenden, die die blaue Komponente des Lichtes herausfiltern und die Zirbeldrüse in der Produktion des Schlafhormons Melatonin beeinflussen. Und wer nachts mal nicht schlafen kann muss diese Zeit auch nicht mit dem Griff zum Telefon online überbrücken - oft gibt es einen Grund dafür, wenn wir nicht zur Ruhe kommen. Es kann sich also lohnen, diesem Grund bei einem nächtlichen Spaziergang oder einer Tasse Tee nachzusinnen.

Der Morgen danach

Auch in der Früh gibt es viele Möglichkeiten, munter zu werden, ohne sich des aktivierenden Lichts und der aufwühlenden Nachrichten aus der Welt zu bedienen: Wie wäre es mit einem gemütlichen Start in den Tag mit echtem Genießerfrühstück? Oder einem aktivierenden Spaziergang an der frischen Luft? Dann wissen wir auch gleich, was wir wettertechnisch anziehen sollten - ohne dafür das virtuelle Fenster öffnen zu müssen. Gönnen Sie Ihrem Geist die Zeit, die er zum Aufwachen braucht. Dafür haben Sie umso mehr Energie, sobald Sie richtig loslegen!

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